Die Goldenen Zwanziger Jahre umfassen die Zeit der Weimarer Republik nach dem Schrecken von 1923 und vor der Weltwirtschaftskrise 1929. Es war eine "goldene Zeit" zwischen dem Ersten Weltkrieg und der Weltwirtschaftskrise, in der sich die politische Lage beruhigte und ein wirtschaftlicher Aufschwung einsetzte.
Von 1924 bis Mitte 1929 gab es einen wirtschaftlichen Aufschwung, getragen von einem gesteigerten Konsum. Amerikanische Banken investierten in Deutschland, was die Industrieproduktion ankurbelte. Das Volkseinkommen stieg, und die Nachfrage nach Gütern und Dienstleistungen nahm zu. Es entstand eine neue Schicht von Angestellten, und große Industriekonzerne wie die Vereinigten Stahlwerke und Daimler-Benz AG formierten sich.
Die Zeit der Goldenen Zwanziger war geprägt von beschleunigter Modernisierung, besonders in Städten wie Berlin. Sport, Kino, Theater und Tanz wurden populär. Deutsche Künstler setzten Trends in Malerei und Literatur. Gleichzeitig kämpfte die Landwirtschaft mit einer Krise, und die Arbeitslosigkeit blieb hoch, auch durch effizientere Produktionsmethoden. Dauerarbeitslose und frustrierte Jugendliche, die in extremen Ideologien Lösungen suchten, waren ein soziales Problem.
Deutschland gewann nach dem Ersten Weltkrieg international wieder Vertrauen und schloss Verträge, um Teil der Weltgemeinschaft zu werden. Trotz dieser Erfolge war die politische Lage unbeständig. Viele Menschen lehnten die Demokratie ab, was sich 1925 in der Wahl des ehemaligen Oberbefehlshabers Paul von Hindenburg zum Reichspräsidenten zeigte. Regierungen wechselten häufig aufgrund von Koalitionsbrüchen.
Der Zusammenbruch der New Yorker Börse und die darauf folgende Weltwirtschaftskrise beendeten die Phase der relativen Stabilität der Goldenen Zwanziger. Die Krise hatte weltweite Auswirkungen. Weitere Details dazu folgen in einem nächsten Video.