Summary
Highlights
In den ersten sechs Stunden ohne Nahrung beginnt der Körper Glykogen abzubauen, um Energie freizusetzen. Diese Energie versorgt Gehirn, Muskelgewebe und rote Blutkörperchen. Nach Ablauf dieser Zeit sind die Glykogenspeicher aufgebraucht, was zu Hunger und Stimmungsschwankungen führen kann.
Nach sechs Stunden tritt der Körper in die Ketose ein und wandelt Fett in Energie um. Das Gehirn nutzt dann Ketonkörper als Treibstoff, was jedoch die kognitive Funktion beeinträchtigen kann. Nach drei Tagen ohne Nahrung beginnt der Körper, Proteine abzubauen, um Glukose für das Gehirn zu gewinnen, was zum Verlust von Muskelmasse führen kann.
Nach einer Woche ohne Nahrung ist das Immunsystem stark geschwächt, da es keine Vitamine oder Mineralstoffe erhält. Der Körper wird zunehmend schwächer, was letztendlich zum Tod führen kann, oft durch Herzrhythmusstörungen oder Herzinfarkte. Die Überlebensdauer hängt von Wasserzufuhr und Fettreserven ab.
Wasserfasten, bei dem man nur Wasser trinkt, sollte nur wenige Tage dauern und ärztlich überwacht werden. Es kann den Blutdruck senken, die Insulin- und Leptinempfindlichkeit verbessern, den Cholesterinspiegel senken und zu Gewichtsverlust führen. Für Menschen mit bestimmten Krankheiten wie Lupus, Krebs oder Essstörungen ist es jedoch riskant.
Als Alternative zum Wasserfasten wird intermittierendes Fasten erwähnt, wie die 5:2-Methode. Ein bemerkenswertes Beispiel für langfristiges Fasten ist ein Mann, der 1973 unter ärztlicher Aufsicht 382 Tage lang fastete und dabei erheblich an Gewicht verlor und es langfristig halten konnte.
Bevor man mit dem Wasserfasten beginnt, ist eine ärztliche Genehmigung erforderlich. Anfänger sollten mit kurzen Fastenperioden von maximal zwei Tagen beginnen. Es wird empfohlen, eine stressfreie Zeit für das Fasten zu wählen, da die Produktivität sinken kann. Ein langsamer Einstieg, etwa durch das schrittweise Weglassen von Mahlzeiten, wird empfohlen. Männer sollten täglich 4-5 Liter Wasser trinken, Frauen 3 Liter. Ausreichend Schlaf und der Verzicht auf Sport sind wichtig.
Nach dem Fasten sollte die Ernährung langsam wieder aufgenommen werden, beginnend mit leicht verdaulichen Speisen wie Suppen, Reis und Kartoffelpüree für die ersten zwei Tage. Anschließend können grundlegende Proteinquellen wie mageres Fleisch oder Hüttenkäse hinzugefügt werden. Viele Menschen berichten, dass sich ihr Verlangen nach ungesundem Essen nach dem Fasten reduziert hat.