Jazz-Theorie in 20 Minuten erklärt

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Summary

Dieses Video erklärt die Jazz-Theorie in drei Hauptabschnitten: Akkorde, Akkordprogressionen und Skalen. Es beginnt mit den Grundlagen der Akkorderweiterungen (Septime, None, Elfte, Dreizehnte) und der drei Haupttypen von Septakkorden (Dur-Septakkord, Moll-Septakkord, Dominant-Septakkord). Anschließend werden Akkorderweiterungen und deren Alterationen behandelt. Der zweite Abschnitt konzentriert sich auf Akkordprogressionen im Jazz, insbesondere die Dur- und Moll-II-V-I-Progression. Der letzte Teil des Videos befasst sich mit Skalen und dem Prinzip des Akkordtons plus Ganztonschritt, um die passende Skala für verschiedene Akkordtypen zu finden, wie Lydisch für Dur-Septakkorde, Dorisch für Moll-Septakkorde und Lydisch-Dominant für Dominant-Septakkorde.

Highlights

Einführung in Jazz-Akkorde
00:00:33

Jazz-Akkorde gehen über die typischen Dreiklänge anderer Musikstile hinaus. Sie werden durch das Hinzufügen weiterer Terzen erweitert, um Septakkorde, Nonenakkorde, Undezimenakkorde und Tredezimenakkorde zu bilden. Die Zahlen der Akkorderweiterungen (1, 3, 5, 7, 9, 11, 13) ergeben sich aus der Terzenschichtung über dem Grundton.

Die drei Haupt-Septakkordtypen
00:02:03

Es gibt drei primäre Septakkordtypen im Jazz: den Dur-Septakkord (Grundton, große Terz, reine Quinte, große Septime), den Moll-Septakkord (Grundton, kleine Terz, reine Quinte, kleine Septime) und den Dominant-Septakkord (Grundton, große Terz, reine Quinte, kleine Septime). Diese drei Akkorde bilden die Grundlage für etwa 90 % der Jazzmusik.

Akkorderweiterungen und Alterationen
00:03:33

Über die Septakkorde hinaus können Akkorderweiterungen (9, 11, 13) hinzugefügt werden. Diese werden immer basierend auf der Dur-Tonleiter des Grundtons bestimmt. Erweiterungen können auch alteriert werden (z. B. ♭9, ♯9, ♯11, ♭13), indem man die natürliche Erweiterung findet und sie dann entsprechend erniedrigt oder erhöht.

Akkordvoicings
00:07:16

Akkordvoicings sind unterschiedliche Anordnungen der Noten eines Akkordes. Man kann Noten umverteilen oder hinzuzufügen, um verschiedene Klangfarben zu erzeugen, wie z.B. Quarten-Voicings oder Quinten-Voicings, die alle als Variation desselben Akkordes gelten.

Die Dur-II-V-I-Akkordprogression
00:08:25

Die II-V-I-Progression ist charakteristisch für den Jazz. Im Dur-Kontext (z. B. in C-Dur) besteht sie aus einem Moll-Septakkord auf der II. Stufe (Dm7), einem Dominant-Septakkord auf der V. Stufe (G7) und einem Dur-Septakkord auf der I. Stufe (Cmaj7). Die Basslinie dieser Progression bewegt sich typischerweise vom II. eine Quarte aufwärts zum V. und dann eine Quinte abwärts zum I.

Variationen der II-V-I-Progression
00:10:54

In Jazzstücken wird die II-V-I-Progression nicht immer vollständig ausgespielt. Manchmal wird sie auf eine II-V-Progression (z. B. Dm7-G7) oder eine V-I-Progression (z. B. G7-Cmaj7) verkürzt. Diese Variationen sind häufig und dienen der Modulation in neue Tonarten.

Die Moll-II-V-I-Akkordprogression
00:12:54

Die Moll-II-V-I-Progression ist seltener als die Dur-Version und basiert auf der harmonischen Moll-Tonleiter. In C-Moll besteht sie aus einem Halbverminderten Septakkord auf der II. Stufe (Dm7b5), einem Dominant-Septakkord auf der V. Stufe (G7) und einem Moll-Dur-Septakkord auf der I. Stufe (Cm(maj7)). Gelegentlich wird der C-Moll-Dur-Septakkord aus klanglichen Gründen durch einen C-Moll-Septakkord ersetzt.

Skalen im Jazz: Das Prinzip des Akkordtons plus Ganztonschritt
00:16:03

Jazzmusiker müssen wissen, welche Skalen sie über bestimmten Akkorden spielen können. Ein wichtiges Prinzip ist, dass die Skala mit den Akkordtönen übereinstimmen muss. Für die restlichen Noten (2, 4, 6) gibt es mehr Freiheit. Das "Akkordton plus Ganztonschritt"-Prinzip hilft: Bei Dur-Septakkorden verwendet man die Lydische Skala, bei Moll-Septakkorden die Dorische Skala und bei Dominant-Septakkorden die Lydisch-Dominant-Skala. Dies ermöglicht ein konsonantes Improvisieren und Komponieren.

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