Summary
Highlights
Der Sprecher beschreibt seine anfängliche Begeisterung für physische Notizbücher und wie Obsidian sein Notizsystem revolutioniert hat. Obsidian wird als ein einfaches, aber äußerst leistungsstarkes Notizprogramm vorgestellt, das wie ein zweites Gehirn fungiert und eine große Community sowie unzählige Plugins besitzt. Ziel des Videos ist es, die analoge Notizführung mit der digitalen Leistungsfähigkeit von Obsidian zu verbinden.
Der Sprecher erklärt, dass er das Aussehen und Gefühl seiner Pocket-Notizbücher in Obsidian beibehalten wollte, anstatt sie dem standardmäßigen Schwarz-Weiß-Look anzupassen. Dank der Anpassungsmöglichkeiten von Obsidian mit CSS pro Notiz, kann er die besten Teile seiner handschriftlichen Notizen beibehalten, um sie suchbar und verlinkbar innerhalb von Obsidian zu machen.
Der erste Schritt zur Integration ist das Scannen der Notizbücher. Empfohlen wird ein Flachbettscanner mit 600 DPI, um scharfe Bilder bei handhabbaren Dateigrößen zu erhalten. Es wird darauf hingewiesen, dass die Speicherung als PNG oder hochwertige JPEG wichtig ist, um Artefakte zu vermeiden.
Der Sprecher demonstriert, wie die Scans in einer Bildbearbeitungssoftware (z.B. Affinity Photo) bereinigt werden. Der Fokus liegt darauf, die Tinte vom Seitenhintergrund zu trennen, oft unter Verwendung des Zauberstab-Werkzeugs mit deaktiviertem „zusammenhängend“-Modus. Das Ziel ist es, nur die Tinte auf einer neuen Ebene zu isolieren. Ein Farbregler-Effekt wird angewendet, um die Tintenfarbe zu wählen, die später in Obsidian geändert werden kann.
Es wird diskutiert, ob Gitternetzlinien beibehalten werden sollen. Bei reinem Text empfiehlt der Sprecher, diesen direkt in Obsidian einzutippen. Für Skizzen mit Text wird die Möglichkeit besprochen, den Text zu transkribieren oder die handschriftliche Version beizubehalten, um den Charakter der Notizen zu wahren. Die vorbereiteten Zeilenarbeiten müssen als PNG mit transparentem Hintergrund gespeichert werden, um Farbänderungen in Obsidian zu ermöglichen. Alternativ können die Zeilen direkt in Obsidian kopiert und eingefügt werden.
Der Hauptvorteil der Integration liegt in der CSS-Anpassung in Obsidian. Mithilfe der `cssClasses`-Eigenschaft im YAML-Frontmatter der Notizen können spezifische Themen angewendet werden, die Seitenfarbe, Textfarbe und sogar die Farbe der gescannten Tinte ändern. Der Sprecher stellt seine auf GitHub verfügbaren Themensätze vor und erklärt, wie man die CSS-Snippets installiert und aktiviert. Dadurch können die Notizen das Aussehen der ursprünglichen Notizbücher nachbilden, einschließlich der Möglichkeit, Bilder farblich anzupassen.
Der Sprecher geht auf fortgeschrittene Szenarien ein, wie den Umgang mit mehreren Tintenfarben auf einer Seite. Bei Diagrammen wird dies während der Bearbeitung gelöst; bei mehrfarbigem Text werden HTML-Span- oder Div-Tags mit entsprechenden Klassen verwendet. Eine weitere Herausforderung ist die Anzeige eingebetteter Bilder in verschiedenen Hintergründen in Obsidian, da eingebettete Bilder nicht direkt in HTML-Tags umschlossen werden können. Eine spezielle CSS-Klasse zur Änderung der Hintergrundfarbe eingebetteter Bilder wird als Teillösung vorgestellt.
Für die Durchsuchbarkeit von Text in Bildern werden verschiedene Optionen diskutiert. Dazu gehören die Plugins Omni-Suche und Text-Extractor, die OCR verwenden, um Text in Bildern und PDFs zu lesen. Allerdings ist OCR bei schlechter Handschrift problematisch. Eine manuelle Alternative ist das Transkribieren des Textes und Speichern im Frontmatter der Notiz. Eine dritte Option ist das Excal-Plugin, das jedoch gemischte Ergebnisse hinsichtlich der Durchsuchbarkeit und Zeichenqualität liefert. Der Sprecher beendet das Video, indem er seine Motivation für das Teilen solcher Projekte hervorhebt und zum Abonnieren aufruft.