Summary
Highlights
Sidechain-Kompression wird als eher Produktionstechnik und nicht immer nützlich beim Abmischen eingestuft. Sie kann überbeansprucht werden und muss sorgfältig eingesetzt werden.
Das Abmischen durch die Master-Kette (Master-Chain) von Anfang an wird als sehr wichtig bewertet, um das Endprodukt während des gesamten Prozesses zu hören und keine Überraschungen am Ende zu erleben.
Hartes Panning von Gitarren ist ein guter Ausgangspunkt. Wenn der Mix jedoch zu breit erscheint, sollte man es anpassen, z.B. im Verse weniger breit und im Refrain breiter machen.
Der Referent ist ein Fan des Schneidens, aber die Regel 'nie boosten' ist zu extrem. Er empfiehlt, zuerst zu schneiden und nur bei Bedarf subtil zu boosten, besonders bei Vocals.
Das Abmischen in Mono wird als sehr wichtig erachtet, da viele Menschen Musik in Mono hören, selbst wenn sie es nicht wissen, z.B. im Auto. Es hilft, den Mix außerhalb des Sweet Spots zu überprüfen.
Das Überprüfen des Mixes im Auto ist nur dann sinnvoll, wenn man dort regelmäßig Musik hört und mit dem Klang vertraut ist. Andernfalls ist es nicht relevant.
Jede Vocal zu stimmen, wird als Fehler angesehen. Es kann die Emotion des Sängers zerstören und ist nicht die Aufgabe eines Mixers, es sei denn, es ist ausdrücklich gewünscht.
Die Verwendung nur eines Halls für den gesamten Mix wird als 'albern' abgetan. Es gibt viele Verwendungszwecke für Hall, die über die Schaffung eines einzigen Raumes hinausgehen.
Diese Aussage ist falsch. Viele hören Musik nicht nur auf Kopfhörern, und ein Mix sollte auf verschiedenen Wiedergabesystemen gut klingen. Der Referent bevorzugt es, den Mix im Raum zu spüren, anstatt ihn nur auf Kopfhörern zu beurteilen.
Der Trick, alles mit einem High-Pass-Filter zu versehen, wird als 'Müll' bewertet. Der Referent betont, dass man genau hinhören muss, da ein High-Pass-Filter bei einer Kickdrum den Bass sogar verstärken oder eine Stimme dünn klingen lassen kann.
Eine Referenzspur des Kunden ist unerlässlich, um dessen Erwartungen zu erfüllen. Das Verfolgen des Sounds anderer Songs als Referenz wird dagegen als weniger wichtig bewertet, da man stattdessen die emotionale Erinnerung an eine Aufnahme verfolgen sollte.
Parallel-Kompression wird vom Referenten kaum genutzt und als überstrapazierte Technik angesehen, die oft von Leuten verwendet wird, die Kompression nicht vollständig verstehen. Er bevorzugt die direkte Kontrolle über die Kompression.
Diese Aussage ist falsch. Der Referent und andere Mixer beginnen oft bei fast der lautesten Lautstärke, um Kompression und den Bassbereich besser beurteilen zu können. Eine zu leise Abmischung ist nicht ideal.
Sitzungsorganisation, einschließlich Farbcodierung, ist sehr wichtig. Sie spart Zeit und ermöglicht es dem Mixer, sich auf die kreative Arbeit zu konzentrieren, anstatt sich mit technischen Details aufzuhalten.
Gain-Staging ist extrem wichtig und die Grundlage für einen guten Mix. Eine korrekte Gain-Struktur ermöglicht es, kleine Änderungen hörbar zu machen und die Kontrolle über den Mix zu behalten.
Lautstärkeautomation bei Vocals ist unerlässlich, da ein einziges Vocal-Level oder eine einzige EQ-Einstellung selten für den gesamten Song funktioniert. Dies ermöglicht eine dynamische Anpassung an die verschiedenen Abschnitte des Songs.
Obwohl die Kickdrum oft der erste Klang ist, der unmute geschaltet wird, sollte man schnell die gesamte Rhythmussektion (Kick, Snare, Hi-Hat, Bass) hinzuziehen, um zu sehen, wie sie zusammenwirkt. Ohne den Bass ist es schwierig, die Kickdrum richtig zu EQen.
Dieser Trick wird als Unsinn abgetan. Der Mixer berücksichtigt die Tonart nur beim Stimmen von Vocals, ansonsten nicht.
Stereo-Imaging-Plugins sind essentiell, um Sounds im Stereofeld zu verteilen und Mono-Spuren dreidimensionaler klingen zu lassen. Dies kann einem Song eine ganz neue Dimension verleihen.