Summary
Highlights
Vom Bankkaufmann zum Getränkeunternehmer00:00:00
Andreas Herb, CEO von MBG International Premium Brands, erzählt von seinem Werdegang. Angefangen als Bankkaufmann, entdeckte er früh seine Leidenschaft für die Getränkebranche. Er berichtet über den Erwerb einer Diskothek für eine Mark und den Import von "Soul Beer" nach Deutschland, was den Grundstein für sein Geschäft legte und ihm erste Erfolge bescherte.
Herausforderungen und Wachstum als Importeur00:23:43
Herb schildert die Schwierigkeiten als Importeur, insbesondere die Skepsis deutscher Getränkehändler gegenüber Importbieren. Er berichtet von der Zusammenarbeit mit Ian Cumingam und dem Export von leeren Bierfässern nach England, der das nötige Kapital für den Aufbau seines Geschäfts lieferte. Die ersten zehn Jahre waren von ständigen Liquiditätsengpässen geprägt, was ihn zu kreativen Lösungen zwang.
Lektionen von Philip Morris und der Sprung zur Eigenmarke00:35:09
Die Partnerschaft mit Miller (Philip Morris) brachte Andreas Herb wertvolle Einblicke in Marketing und Vertrieb. Er schätzt das analytische Arbeiten und die detaillierte Planung, die er dort lernte. Die Erfahrungen als Importeur, bei dem eingeführte Marken später an den ursprünglichen Hersteller zurückfielen, motivierten ihn, eigene Marken wie Salitos zu entwickeln, um langfristige Unabhängigkeit zu sichern.
Die Gründung von Effect und der Kampf gegen Red Bull01:40:00
Andreas Herb erzählt von der Entstehung der Energy-Drink-Marke Effect. Er sah eine Marktlücke für ein qualitativ hochwertiges Produkt zu einem attraktiven Preis und nutzte seine Vertriebswege in Diskotheken, um Effect erfolgreich zu platzieren. Dabei schildert er auch aggressive Marketing- und rechtliche Taktiken von Red Bull im Wettbewerb, die ihn und sein Team herausforderten und zu einer Klage führten.
Finanzierung von Gastronomie und zwischenmenschliche Herausforderungen01:47:00
MBG finanziert sich im Gastronomiebereich, um Marktanteile zu gewinnen. Andreas Herb erläutert das Prinzip der Brauereidarlehen und die damit verbundenen Risiken. Er berichtet von kuriosen bis hin zu betrügerischen Erfahrungen mit Geschäftspartnern und wie sein Unternehmen damit umgeht. Dabei betont er die Notwendigkeit von Empathie und klaren Vereinbarungen.
Philosphie des Unternehmertums und Umgang mit Kritik02:25:00
Andreas Herb teilt seine Vision und seinen Antrieb, der über rein monetäre Ziele hinausgeht. Er betont die Leidenschaft für seine Arbeit und den nachhaltigen Markenaufbau. Kritik an der oberflächlichen und überzogenen Darstellung von Erfolg in sozialen Medien ist ein zentrales Thema. Er äußert sich auch kritisch zu Plattformen wie Kununu und wie er mit negativen Bewertungen umgeht, indem er Transparenz und offene Kommunikation pflegt.
Umgang mit Alkohol und gesellschaftliche Verantwortung02:39:56
Erörtert wird Andreas Herbs Einstellung zu Alkohol. Er selbst trinkt maßvoll und betont Genuss statt übermäßigen Konsum. Er hinterfragt kritisch Studien zu Alkohol und warnt vor der Verharmlosung von Drogen wie Lachgas. Er sieht die Verantwortung seines Unternehmens darin, qualitativ hochwertige Produkte anzubieten und einen gesunden Umgang zu fördern.
Harte Lektionen und Partnerschaften02:52:00
Andreas Herb spricht über schwierige Phasen in der Unternehmensgeschichte, insbesondere den Rückkauf von Anteilen von einem Partner, der die Weiterentwicklung von MBG blockierte. Er schildert die Lehren aus dieser Erfahrung und die Bedeutung von Vertrauen in Partnerschaften. Die Zusammenarbeit mit Krombacher als Minderheitsaktionär wird als positive Lernphase beschrieben, die das Unternehmen in Detailplanung und Finanzmanagement stärkte.
Zukunftsvisionen und die Rolle von Wasser03:10:00
Im Ausblick auf zukünftige Projekte äußert Andreas Herb den Wunsch, in der Gastronomie aktiv zu bleiben und sich im digitalen Bereich zu engagieren. Er beleuchtet das Thema Wasser als zunehmend wertvolles Gut und die damit verbundenen globalen Herausforderungen. Die Bedeutung von Mehrwegsystemen und die damit verbundenen Investitionen werden dargelegt, wobei er kritisch die Auswirkungen auf kleine Unternehmen und die Förderung von Einwegprodukten hinterfragt.