Geschichte der Schweiz 4: Restauration 1814/1815-1830

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Summary

Die Restaurationszeit nach Napoleons Sturz sah die Rückkehr der Patrizierherrschaft in der Schweiz, wobei die europäischen Großmächte die „immerwährende Neutralität“ und die Unverletzlichkeit des Territoriums festlegten. Der Wiener Kongress gliederte neue Gebiete an, aber der Bundesvertrag von 1815 stärkte die kantonale Souveränität mit Binnenzöllen und eigenen Währungen, was die Schweiz einem Staatenbund näherbrachte. Liberale Errungenschaften wurden zurückgenommen und die Städte gegenüber dem Land bevorteilt, was die Religion und den Bestand von Klöstern aufwertete.

Highlights

Wiederherstellung der Patrizierherrschaft und Neuordnung der Schweiz
00:00:26

Nach Napoleons Sturz übernahmen konservative Patrizierfamilien in der Schweiz wieder die Herrschaft. Die Berner Regierung forderte Gebiete zurück. Die europäischen Großmächte bestimmten auf dem Wiener Kongress 1814/15 die „immerwährende Neutralität“ der Schweiz und die Unverletzlichkeit ihres Territoriums. Ab 1815 wurde die permanente Neutralität zum Grundsatz der Schweizer Außenpolitik.

Gebietsveränderungen nach dem Wiener Kongress
00:01:24

Der Wiener Kongress gliederte der Schweiz vier Gebiete an: Wallis, dem Kanton Genf etwas Umland, Neuenburg (welches sowohl Teil der Eidgenossenschaft als auch preußisches Untertanengebiet blieb) und das Fürstbistum Basel, das größtenteils zum Kanton Bern kam und erst 1979 zum Kanton Jura wurde. Weitere umstrittene Gebiete wie Hochsavoyen für Genf und Wallis und weitere Gebiete in der Ostschweiz sowie das Veltlin und Bormio für Graubünden wurden von der Schweiz gewünscht, aber nicht realisiert.

Der Bundesvertrag von 1815
00:03:55

Nach langen Verhandlungen einigte man sich 1815 auf den Bundesvertrag, der die heutigen Außengrenzen der Schweiz festlegte. Genf, Waadt und Aargau blieben eigenständige Kantone. Bern erhielt als Kompensation den Berner Jura. St. Gallen und Tessin setzten sich bei Gebietsansprüchen durch, während Graubünden auf österreichischen Wunsch nicht vergrößert wurde.

Stärkung der kantonalen Souveränität und politische Rückschritte
00:04:57

Der Bundesvertrag sah die Schweiz als Staatenbund mit gestärkter kantonaler Souveränität. Jeder Kanton hatte eigene Zölle, Währungen und Maße, was die Schweiz in über 400 Zollgrenzen teilte. Liberale Errungenschaften wurden zurückgenommen, die Städte gegenüber ländlichen Kantonsbevölkerungen bevorzugt. Die Tagsatzung wurde für die Verteidigung zuständig und die Religion sowie der Bestand von Klöstern aufgewertet.

Fazit zur Restauration
00:06:45

Die Beschlüsse des Bundesvertrags zeigen, dass der Begriff "Restauration" für diese Zeit zutreffend ist, da viele alte Strukturen wiederhergestellt und fortschrittliche Entwicklungen rückgängig gemacht wurden.

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