Summary
Highlights
Männer, die regelmäßig Sex haben und häufiger ejakulieren, haben ein geringeres Risiko für Prostatakrebs. Ungenutzte männliche Genitalien können zu Problemen führen, da der Körper darauf ausgelegt ist, alte Spermien freizusetzen, um neue, lebensfähigere Spermien zu produzieren. Masturbation kann hier einen Teil der Vorteile von Sex ersetzen. Regelmäßige Prostatauntersuchungen sind bei Sexlosigkeit ratsam.
Sex stärkt die Beckenbodenmuskulatur bei Frauen, was einer schwachen Blase und Inkontinenz vorbeugen kann. Ohne Sex können diese Muskeln schwächer werden. Zudem kann die Vagina trockener sein, was zu Unbehagen führen kann, jedoch durch Masturbation gelindert werden kann. Bei sexuellem Erstkontakt kann es länger dauern, bis der Körper bereit ist, da er neue Empfindungen verarbeiten muss.
Sowohl Männer als auch Frauen, die nie Sex haben, können einen höheren Blutdruck aufweisen, da Sex Stresshormone senkt. Ohne Sex bleiben diese Hormone erhöht. Zudem kann ein Mangel an Sex das Immunsystem schwächen. Studien zeigen, dass Menschen mit regelmäßigem Sex höhere Konzentrationen an Immunglobulin A aufweisen, einem Antikörper, der Erkältungen bekämpft. Dieser Immunsystem-Boost, der wahrscheinlich durch die Nähe zu einem anderen Menschen entsteht, kann nicht durch Masturbation erreicht werden.
Ohne Sex können psychologische Probleme wie „Hauthunger“ oder „Berührungsentzug“ entstehen, bei dem mangelnder körperlicher Kontakt zu negativen mentalen Auswirkungen führt. Die Intimität während des Sex kann nicht durch Selbstbefriedigung ersetzt werden. Dies kann zu Gefühlen der Isolation und Unsicherheit führen, da der Körper auf sexuelle Intimität programmiert ist. Der Mangel an Hormonen, die bei Sex freigesetzt werden, kann das Gehirn nach Intimität hungern lassen und psychische Nebenwirkungen verursachen.
Das Gerücht, dass sich die Vagina einer Frau bei Sexlosigkeit schließt, ist falsch. Eine Frau, die nie Sex hatte, kann lediglich eine kleinere Vaginalöffnung haben. Jeder Körper ist einzigartig. Manche Menschen leben glücklich und gesund ohne Sex, sei es aufgrund eines geringen Sexualtriebs oder weil sie asexuell sind. Das Gehirn kann biologische Triebe überwinden. Obwohl es Risiken wie Prostatakrebs oder Inkontinenz gibt, stehen medizinische Optionen zur Verfügung, um diese zu bekämpfen. Die Auswirkungen hängen stark vom Individuum ab, aber für die meisten birgt Sexlosigkeit Unbehagen und ein Gefühl von Einsamkeit oder Stress.