Novemberrevolution I musstewissen Geschichte

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Summary

Dieses Video fasst die wichtigsten Ereignisse der Novemberrevolution von 1918 zusammen und erklärt, wie aus dem Kaiserreich eine parlamentarische Demokratie wurde, jedoch mit den Spannungen zwischen verschiedenen sozialistischen Parteien.

Highlights

Der politische Erdbeerung und die Kriegsniederlage
00:00:00

Am 29. September 1918 wird im deutschen Armeehauptquartier in Spa der militärischen Führung, die den Krieg bisher als siegreich darstellte, klar, dass der Krieg verloren ist. General Ludendorff erklärt, dass ein Waffenstillstand nötig sei. Der Kronrat unter Kaiser Wilhelm II. beschließt, schnell einen Waffenstillstand zu erreichen und die Verantwortung abzugeben. Der Kaiser erlässt den Parlamentarisierungserlass, wodurch die Regierung fortan von der Parlamentsmehrheit getragen werden soll. Die neue Koalition bilden die Fortschrittliche Volkspartei, das Zentrum und die Mehrheitssozialdemokratische Partei (MSPD). Prinz Max von Baden wird Kanzler. Dies wird als "Revolution von oben" bezeichnet, um eine sozialistische Revolution zu verhindern.

Ablehnung des Waffenstillstands und die allgemeine Stimmung
00:01:41

Reichskanzler Max von Baden bittet US-Präsident Wilson um einen Waffenstillstand, was einer deutschen Kapitulation gleichkommt. Wilson fordert die Abgabe aller Waffen und die Entmachtung des Kaisers. Die Oberste Heeresleitung lehnt dies ab und will weiterkämpfen, obwohl zuvor die Sinnlosigkeit des Kampfes konstatiert wurde. Die Stimmung in Deutschland ist auf dem Siedepunkt. Die Menschen sind kriegsmüde, hungern und sind entkräftet. Sie fordern Frieden und die Abdankung des Kaisers.

Matrosenaufstand und die Ausbreitung der Revolution
00:02:48

Die Marineleitung befiehlt einen letzten Angriff auf die englische Flotte, was die Matrosen als sinnlose Todesfahrt empfinden. Sie sabotieren ihre Kriegsschiffe und werden inhaftiert. Daraufhin befreien andere Matrosen ihre Kameraden, entwaffnen Offiziere und übernehmen die Stadt Kiel. Werft- und Industriearbeiter schließen sich an und bilden Arbeiter- und Soldatenräte. Im ganzen Land kommt es zu Aufständen und Streiks, überall bilden sich Räte. In München ruft Kurt Eisner (USPD) die Bayerische Republik aus, König Ludwig III. dankt ab. Auch andere Fürsten stürzen.

Doppelte Ausrufung der Republik und die Regierung Ebert
00:03:59

In Berlin sind die Mehrheitssozialdemokraten alarmiert und wollen die Bewegung anführen, um Chaos zu vermeiden. Radikale Gruppen wie die USPD und die Spartakusgruppe rufen jedoch einen Generalstreik aus. Am 9. November 1918 verkündet Reichskanzler Max von Baden eigenmächtig die Abdankung des Kaisers, da dieser nicht reagiert. Er übergibt sein Amt an den MSPD-Chef Friedrich Ebert. Ebert ruft zur Ruhe auf und beginnt Verhandlungen mit der USPD über eine sozialistische Regierung. Wenige Stunden später ruft Philipp Scheidemann (MSPD) die "Deutsche Republik" aus, kurz darauf Karl Liebknecht (Spartakusbund) die "freie sozialistische Republik Deutschland".

Zusammenarbeit mit dem Militär und die unterschiedlichen Ziele
00:05:12

Ebert und Scheidemann (MSPD) bilden mit der USPD eine neue Regierung. Ebert einigt sich mit General Groener auf eine Zusammenarbeit: Das Militär unterstellt sich der neuen Regierung, die sich im Gegenzug nicht in militärische Angelegenheiten einmischt. In Deutschland gibt es zu dieser Zeit Doppelstrukturen: die bisherigen Regierungen und Parlamente sowie die Arbeiter- und Soldatenräte. Die MSPD strebt eine parlamentarische Demokratie an, während die USPD eine tiefgreifende Umgestaltung der Gesellschaft, einschließlich einer demokratischen Kontrolle der Armee und Sozialisierung der Industrie, fordert. Die MSPD setzt sich größtenteils durch.

Radikalisierung und Bürgerkriegsähnliche Zustände
00:07:12

Die Kommunistische Partei Deutschlands (KPD), angeführt von Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg, spaltet sich von der USPD ab und stellt noch radikalere Forderungen. Um den Jahreswechsel 1918/1919 kommt es zu blutigen Auseinandersetzungen zwischen linksradikalen Gruppen, die einen bewaffneten Aufstand gegen die MSPD-Regierung versuchen, und den von der Regierung eingesetzten Freikorps (Privatarmeen von Ex-Soldaten). Dieses Bündnis zwischen MSPD und antidemokratischen Freikorps spaltet die politische Linke über Jahrzehnte. Nach etwa einem halben Jahr bürgerkriegsähnlicher Zustände, insbesondere in Berlin und München, steht fest, dass die neue Republik eine parlamentarische Demokratie wird.

Das Exil des Kaisers
00:08:23

Das Deutsche Kaiserreich endet. Kaiser Wilhelm II. geht bereits am 10. November 1918, einen Tag nach der Ausrufung der Republik, ins Exil nach Holland, wo er nie für seine Rolle im Krieg zur Verantwortung gezogen wird.

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