Summary
Highlights
Nachdem Noah Gebete gegen sein Volk gesprochen hatte und Allah ihm offenbarte, dass niemand mehr glauben würde, befahl Allah ihm, eine Arche zu bauen. Dies war eine weitere Prüfung für Noah und die Gläubigen, da sein Volk ihn weiterhin verspottete und ihn für verrückt hielt. Allah instruierte Noah genau, wie die Arche zu bauen sei, was zeigt, dass Allah seine Diener in schwierigen Aufgaben führt. Es dauerte sehr lange, möglicherweise Jahrzehnte oder sogar Jahrhunderte, die Arche zu bauen, was die Standhaftigkeit und das Vertrauen der Gläubigen in Allah unterstreicht.
Allah verbot Noah, Fürsprache für diejenigen einzulegen, die Unrecht getan hatten, denn sie würden ertränkt werden. Obwohl Propheten immer das Beste für ihr Volk wollten und barmherzig waren, überwiegt Allahs Gerechtigkeit. Eine menschliche Barmherzigkeit, die jegliches Unrecht vergibt, wäre nicht gerecht. Allah hat neben der Barmherzigkeit auch die Eigenschaft der Gerechtigkeit, und diese sorgt dafür, dass diejenigen, denen auf dieser Welt Unrecht geschieht, ihr Recht zurückerhalten. Die Zeit der Umkehr war abgelaufen, und die Konsequenzen mussten getragen werden.
Manchmal fühlt man sich in der eigenen Familie fremd, wenn man versucht, den richtigen Weg des Islam zu gehen. Dies kann zu Konflikten führen, wenn die Familie Traditionen festhält, die dem Islam widersprechen. Es ist wichtig, zwischen Meinungsverschiedenheiten und klaren Verstößen gegen islamische Regeln zu unterscheiden und dabei Respekt zu wahren. Die Prüfung durch die eigene Familie kann sehr hart sein, aber das Wissen, dass selbst Propheten Ähnliches erlebt haben, kann Stärke geben. Es wird darauf hingewiesen, dass man aufpassen muss, nicht in Konflikte zu geraten, wenn es um interpretierbare Angelegenheiten geht, wie z.B. das Tragen eines Kopftuchs, bei dem es unterschiedliche Meinungen unter Gelehrten gibt. Konflikte sind nur bei eindeutig falschen oder haramen Dingen gerechtfertigt.
Während des Baus der Arche verspotteten die führenden Persönlichkeiten aus Noahs Volk ihn und seine Anhänger. Noah antwortete ihnen jedoch, dass sie später von Allah verspottet werden würden und eine schmachvolle Strafe erfahren würden. Dies lehrt uns, dass man an seinem Weg festhalten soll, wenn man davon überzeugt ist, dass er richtig ist, auch wenn andere spotten oder einen entmutigen. Erfolg ist oft mit Hindernissen verbunden, aber Standhaftigkeit und Vertrauen in Allah führen zum Ziel.
Nachdem die Arche fertiggestellt war, befahl Allah Noah, von jeder Tierart ein Paar sowie seine gläubigen Familienangehörigen und die wenigen Gläubigen in die Arche aufzunehmen (ungefähr 80 Personen). Ungläubige, einschließlich Noahs Frau und einem seiner ungläubigen Söhne, durften nicht an Bord. Der Ausbruch der Sintflut war plötzlich und gewaltig, mit Wasser, das aus der Erde sprudelte und riesige Wellen bildete. Die plötzliche Ankunft der Strafe oder des Todes ist eine Mahnung zur Vorbereitung und zur Einhaltung des richtigen Weges.
Als die Sintflut begann, rief Noah seinem ungläubigen Sohn zu, mit ihnen an Bord zu kommen und nicht mit den Ungläubigen zu sein. Sein Sohn weigerte sich, da er dachte, er könne sich auf einem Berg retten. Doch die Wellen trennten sie, und der Sohn ertrank. Noah fragte Allah, warum sein Sohn, der zu seiner Familie gehörte, ertrinken musste, obwohl Allahs Versprechen wahr ist. Allah antwortete, dass der Sohn nicht zu Noahs Angehörigen im religiösen Sinne gehörte, da er Unrecht getan hatte. Am Jüngsten Tag zählen nur die Glaubensbande. Noah bereute seinen Fehler und suchte Schutz bei Allah, da er nicht immer die Weisheit hinter Allahs Entscheidungen verstehen konnte. Er vertraute darauf, dass Allahs Entscheidungen immer gut sind, auch wenn Menschen sie nicht sofort begreifen.
Nachdem das ungläubige Volk vernichtet war, befahl Allah dem Wasser, abzunehmen, und die Arche setzte sich auf dem Berg Judi ab. Damit war die Angelegenheit entschieden. Die genaue Lage dieses Berges wird in der Diskussion über die biblische und koranische Überlieferung des Berges Ararat im Vergleich zum Berg Judi weiter beleuchtet.