Summary
Highlights
Becky stellt ihre erfolgreiche Lernmethode vor, die sie in ihrer letzten Klausurenphase angewendet hat. Sie betont, dass diese Methode ohne Zusammenfassungen auskommt und erklärt, warum Zusammenfassungen ihrer Meinung nach nicht immer zeiteffizient sind und die Wiederholung erschweren, obwohl sie beim Verständnis helfen können.
Es werden zwei zentrale Prinzipien des Lernens vorgestellt: Spaced Repetition, das dem Vergessen entgegenwirkt, indem man den Stoff in bestimmten Intervallen wiederholt, und aktiver Abruf (Active Recall), bei dem man sich das Wissen aktiv ins Gedächtnis ruft, anstatt es nur passiv zu lesen oder zu markieren. Diese beiden Prinzipien bilden die Grundlage ihrer Lernmethode.
Der erste Schritt der Methode ist die Nachbereitung der Vorlesungen und die Erstellung von Lernmaterialien. Becky entscheidet sich für digitale Karteikarten in Anki, da sie flexibel ergänzt werden können, Screenshots von Vorlesungsfolien ermöglichen und Anki automatisch Spaced Repetition anwendet, was die Planung der Wiederholungen erleichtert. Die erstellten Karten werden sofort gelernt.
Beim Wiederholen der Karteikarten nutzt Becky eine abgewandelte Feynman-Technik. Sie erklärt sich das Thema, als würde sie es einem zwölfjährigen Kind beibringen, um grundlegende Verständnisprobleme zu erkennen. Anschließend versucht sie, es einem Professor zu erklären, um die korrekte Verwendung von Fachwörtern und Definitionen zu üben. Entdeckte Lücken werden nachgeschlagen und die Karteikarten entsprechend ergänzt.
Nachdem die grundlegenden Konzepte durch die Karteikarten beherrscht werden, konzentriert sich Becky darauf, Verbindungen zwischen den Themen herzustellen. Sie erstellt Flussdiagramme und Mindmaps, insbesondere für Fächer wie Bioinformatik (Algorithmen) und Chemie (Stoffwechselwege), um den Gesamtüberblick zu behalten und das Wissen visuell zu vernetzen. Dies half ihr, den Stoff nicht nur auswendig zu lernen, sondern tiefer zu durchdringen.
Eine Woche vor den Prüfungen geht Becky systematisch alle Vorlesungsfolien durch, um zu jedem Punkt eine Erklärung abgeben zu können und letzte Lücken zu finden. Für diese Lücken erstellt sie kleine 'Lernblätter' im Abfrage-Format. Zudem betont sie die Wichtigkeit von Prüfungsprotokollen/Altklausuren und dem Austausch mit Kommilitonen, um verschiedene Perspektiven auf den Lernstoff zu gewinnen, auch wenn sie selbst diese Möglichkeit nicht immer hatte.
Becky schließt mit der Feststellung, dass ihre Methode besonders für mündliche Prüfungen hilfreich war, da sie das Erklären des Stoffes trainierte. Sie hält die Methode aber auch für andere Klausurtypen universell anwendbar, wobei für Fächer wie Mathematik oder Physik der Schwerpunkt auf Übungsaufgaben liegen sollte. Sie ist sehr zufrieden mit den Ergebnissen und ermutigt die Zuschauer, ihre eigenen Erfahrungen in den Kommentaren zu teilen.