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Highlights
Mit einer Umschlagshäufigkeit von 13 wird die Lagerdauer berechnet: 360 / 13 = 27,69 Tage. Dies bedeutet, dass der Bestand durchschnittlich fast 28 Tage im Lager verbleibt.
Dieses Video behandelt die Lagerkennzahlen, erklärt deren Bedeutung und wie sie die Wirtschaftlichkeit und Effizienz eines Lagers visualisieren, um Ziele zu überprüfen und Bestände zu optimieren.
Es gibt drei Methoden zur Berechnung des durchschnittlichen Lagerbestands: jährlich (Anfangsbestand + Endbestand / 2), quartalsmäßig (Anfangsbestand + 4 Quartalsendbestände / 5) und monatlich (Anfangsbestand + 12 Monatsendbestände / 13). Die monatliche Berechnung ist die genaueste, da sie alle Monatsendbestände berücksichtigt.
Anhand einer Lagerfachkarte wird gezeigt, wie die Bestände pro Monat berechnet werden (Anfangsbestand + Zugänge - Abgänge). Anschließend wird der durchschnittliche Lagerbestand für jährliche, quartalsmäßige und monatliche Szenarien berechnet. Es wird deutlich, dass die genaueste Berechnung der monatliche Durchschnitt ist, in diesem Beispiel 30,77 Stück.
Die Umschlagshäufigkeit gibt an, wie oft der durchschnittliche Lagerbestand im Jahr verkauft wird. Die Formel ist: Warenabsatz (in Stück) / durchschnittlicher Lagerbestand (in Stück). Alternativ kann auch der Wareneinsatz (in Euro) / durchschnittlicher Lagerbestand (in Euro) verwendet werden. Die Abgänge werden summiert und für die Berechnung verwendet.
Es wird demonstriert, wie die Umschlagshäufigkeit sowohl in Stück als auch in Euro berechnet wird. Die Summe der jährlichen Abgänge (400 Stück) wird durch den durchschnittlichen Lagerbestand (30,77 Stück) geteilt, was zu einer Umschlagshäufigkeit von ca. 13 ergibt. Die Berechnung in Euro liefert das gleiche Ergebnis.
Die Lagerdauer gibt an, wie viele Tage der durchschnittliche Lagerbestand im Lager liegt, bevor er verkauft wird. Die Formel lautet: 360 / Umschlagshäufigkeit. Es wird betont, dass die Zahl der Tage (360) an den Betrachtungszeitraum angepasst werden muss (z.B. 180 Tage für ein halbes Jahr).
Lagerzinsen geben die Kosten an, die durch das im Lager gebundene Kapital entstehen. Die Formel ist: (Durchschnittlicher Lagerbestand in Euro * Lagerdauer * Zinssatz) / (100 * 360). Der durchschnittliche Lagerbestand muss hierfür in Euro umgerechnet werden. Alternativ kann zuerst der Lagerzinssatz und dann die Lagerzinsen berechnet werden.
Unter Verwendung des durchschnittlichen Lagerbestands in Euro (123,08€), der Lagerdauer (27,69 Tage) und einem Zinssatz von 6% wird berechnet: (123,08 * 27,69 * 6) / 36000 = 0,57 Euro. Das sind die Zinskosten für den gelagerten Bestand.
Die Lagerreichweite gibt an, wie lange der aktuelle Lagerbestand ausreicht (Lagerbestand - offene Bestellungen) / täglicher Verbrauch. Der Meldebestand wird nur kurz erwähnt, da er in einem separaten Video behandelt wird. Er berechnet sich aus Mindestbestand + (täglicher Verbrauch * Lieferzeit).
Umsatz ist der Wert der verkauften Waren zum Verkaufspreis, ohne Abzug von Kosten. Gewinn ist der Umsatz abzüglich aller Kosten (Bezugskosten, Personalkosten, Mietkosten etc.). An einem Beispiel (400 Verkäufe zu 12€ Verkaufspreis und 4€ Bezugspreis) wird gezeigt, wie Umsatz (4800€) und Gewinn (3200€) berechnet werden.