Summary
Highlights
Nach dem Kampf um Wien im April 1945 beginnt der Wiederaufbau Österreichs. Leopold Figl bildet die erste provisorische Regierung. Die ÖVP gewinnt die ersten Wahlen, und vor allem Frauen leisten schwere Arbeit beim Enttrümmern der Städte. Das Land ist in vier Besatzungszonen geteilt: Sowjets im Osten, Amerikaner und Franzosen im Westen, Briten im Süden. In Wien patrouillieren die Alliierten gemeinsam.
Großzügige Kredite des Marshallplans fördern den wirtschaftlichen Aufschwung Österreichs, wie der Bau des Speicherkraftwerks Glockner-Kaprun zeigt. 1952 kehrt die Pummerin neugegossen nach Wien zurück. Nach vielen Rückschlägen wird 1955 in Moskau der Staatsvertrag verhandelt. Bundeskanzler Julius Raab verkündet die gute Nachricht der Unabhängigkeit Österreichs. Im Schloss Belvedere wird die Unabhängigkeit besiegelt, Leopold Figl prägt den Satz „Österreich ist frei!“.
1955 beginnt in Österreich das Fernsehzeitalter. Mit der Wiedereröffnung der Staatsoper und des Burgtheaters rückt Österreich als Kulturhochburg wieder ins internationale Rampenlicht. Das Fernsehen entwickelt sich zum Massenmedium, gefördert durch Sportübertragungen. Bei den Olympischen Spielen in Cortina d'Ampezzo 1956 wird Toni Sailer zum gefeierten Olympiasieger, was große Begeisterung im Land auslöst.
Im selben Jahr wird der Ungarnaufstand von den Sowjets niedergeschlagen, was zu einer großen Flüchtlingswelle führt. 180.000 ungarische Flüchtlinge finden in Österreich Aufnahme. Gleichzeitig beginnt in Österreich ein Wirtschaftswunder und die Motorisierungswelle rollt an. Die Zahl der Autobesitzer verfünffacht sich innerhalb von zehn Jahren, das Auto wird zum Statussymbol.
Die Jugend sucht nach neuen Idolen und findet sie in der Welt der Popmusik. Die Beat-Manie bricht aus, als die Beatles für Filmaufnahmen nach Salzburg kommen, was unbeschreiblichen Jubel auslöst.